Als Kryokonservierung wird das Einfrieren von menschlichen Spermazellen zum Zwecke einer späteren künstlichen Befruchtung bezeichnet. Dies ist zum einen die gängige Methode um Samenzellen nach einer Samenspende zu konservieren bis sie benötigt werden. Zum anderen auch eine Art “Nachwuchsversicherung” für Männer die befürchten sie könnten in naher Zukunft ihre Zeugungsfähigkeit verlieren.

Steht dem Mann z.B. eine riskante aber unverzichtbare medizinische Behandlung bevor, die seine Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen könnte (z.B. Chemotherapie) bietet es sich an, zuvor eine Kryokonservierung durchzuführen. Dies sichert ihm im Ernstfall die Fortpflanzungsmöglichkeit. Auch vor einer Vasektomie (Sterilisierung) empfiehlt es sich, einige Spermazellen zu kryokonservieren.

Eine Kryokonservierung ist völlig schmerzfrei und funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Nachdem der Mann durch eine gewöhnliche Stimulation, Samenzellen in ein Gefäß abgegeben hat, werden diese mit Hilfe von flüssigem Stickstoff auf -196°C abgekühlt. Die so konservierten Zellen können in ihrer Kältestarre sehr lange gelagert werden bis man sie für eine künstliche Befruchtung wieder auftaut.

Weibliche Eizellen können übrigens nur schwer kryokonserviert werden. Ihre Überlebensrate nach dem Auftauen ist sehr gering.

Kryokonserviertes Sperma, bleibt unter optimalen Lagerbedingungen Jahrzehnte, theoretisch sogar Jahrhunderte vital und überlebensfähig. Die Kosten für den Patienten belaufen sich auf ca. 420€ (inkl. Lagerung für ein halbes Jahr). Weitere Informationen zur Kryokonservierung können bei der Gemeinschaft Deutscher Kryobanken angefordert werden.